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Diese Musik erinnert mich daran dass ich durch eine finstere Zeit wieder zurück zu mir gefunden habe.
Es war die Zeit als mir jemand meine Existenz nehmen wollte.
Meine erste Reaktion war Verletztheit, ich war am Boden zerstört.
Dann entschied ich mich zu kämpfen - und habe gedacht ich werde diesen Kampf nicht gewinnen.
Als ich dann ganz unten war und mir sicher war dass ich verlieren würde kam die Erkenntnis und mit ihr die Entschlossenheit.
Ich nahm diese 'Sendung' nicht an, schickte sie zurück und habe losgelassen.
Es war mir egal geworden was passieren würde - ich hatte alles getan was für mich notwendig war.

Das alles war ein Prozeß von meheren Monaten und während dieser Zeit hat mir die Musik von Kipelov und Mavrin sehr geholfen das alles zu verabeiten. Deshalb hat sie hier einen Ehrenplatz verdient.

Dank einem russischen Kollegen wurden mir auch dieTexte der Musik zugänglich, die mich so fasziniert hatte und die ich gerne hier wiedergebe.


 Finstere Zeit
/ Kipelov

Nichts als Stille um mich her
Und der Himmel regenschwer;
Regen peitscht, durchdringt mich quer,
die Schmerzen gehn vorbei.

Unterm kalten Sternenschein
Reißen wir die Brücken ein,
alles stürtzt ins bodenlose Weite.
Und ich werd von allem frei,

Gut und Böse – einerlei.
Meine Seele stand auf Messers Schneide.

 

Ich bin frei! dem Vogel gleich am Firmament.
Ich bin frei! gleich dem der keine Angst mehr kennt.

Ich bin frei! ein wilder Sturm im Raum
Ich bin frei! im Wachen, nicht im Traum

 

Nichts als Stille um mich her,
Himmel wie ein Flammenmeer,
Und das Licht durchdringt mich quer,
nun bin ich wieder frei.

Frei von Liebe bin ich jetzt,
Frei vom Hass und vom Geschwätz,
Dass das Schicksal mir nie mehr befehle.

Frei von aller Erdenqual,
Gut und böse sind egal.
Es ist kein Platz für dich in meiner Seele.

 

Der gefallene Engel

Vom Schicksal tief hinabgestürzt,
Wird Zeit , dass du vergisst,
Was du dort oben einmal warst,
Doch denk dran, was du bist!

Der Ruhm hat dich geliebt – warum,
Ist heute ganz egal,
In deine leere Seele brennt
Die Niedertracht ihr Mal.

Die Menschen wühlen tief im Dreck,
Bereit, sich zu zerfleischen,
Um von dem Jammerleben noch
Ein Stückchen abzukriegen.

Du jagst im Kreis, so elend und
So bös wie deinesgleichen,
Und wirst, ob Sklave ob Prophet,
Bald unterm Messer liegen.

 

O könntest du doch nur die Stille hören,
Nicht Lüge, Schmeichelei, nicht Tag und Nacht.
Wie Schnee im Frühling tauen,
Und lieben voll Vertrauen –

Die böse Sehnsucht hätt dich umgebracht.

 

He, Himmelsbewohner!
Wer war noch nicht ganz unten?
Wer nicht durch die Hölle ging,
Erbaut kein Paradies!

He ihr da im Dreck!
Der Donner lacht über euch.
Ha los doch, zieht mit ihm gleich –
Da gibts nur eins: Hinauf!

 

Doch wenn das Licht aufflammt im Hirn,
Fegt es die Demut hinweg,
Werden vergangene Tage lebendig,
Neue Sünden begangen.

Blut an den Felsen, Blut an der Hand –
Über die Körper, die elenden Rücken
Derer, die lieber als Sklaven verrecken
Drängst du von neuem hinauf.

 

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